Naturerlebnisraum ''Krusau Tunneltal''

Krusau Tunneltal
Natur ohne Grenzen
Per Erdtelefon gratis zwischen Deutschland und Dänemark telefonieren, einem kostenlosen Konzert der Windharfe lauschen oder barfuß in einem artesischen Brunnen planschen? Sumpfdotterblumen, sagenhafte Quellen, Fischtreppen und ein Froschkonzert, das es in sich hat. Erleben Sie Einmaligkeit und Vielfalt

schützenswerter Lebensräume, seltener Tier- und Pflanzenarten - kurz das Krusau Tunneltal: Bestandteil des europäischen Schutzgebietsystems "NATURA 2000".

Wiesen, Wälder, Seen und Moore
Etwa siebeneinhalb Kilometer, von Padborg bis Flensburg, erstreckt sich in einem weiten Bogen das tief eingeschnittene Tal der Krusau. Einst durch das Schmelzwasser der Eiszeitgletscher geformt, wird es heute aus zahlreichen Quellen beiderseits der Grenze gespeist. Die Krusau durchfließt Seen, Moore, Wiesen und Wälder und mündet bei Wassersleben in die Flensburger Förde. Röhrichte, Feuchtwälder und Buchenbestände säumen ihren Lauf.

 

Im Rahmen eines von der EU geförderten, grenzübergreifenden INTERREG-Projektes arbeiteten zwischen 2003 und 2006 verschiedene Partner in Deutschland und Dänemark gemeinsam daran, das ökologisch wertvolle Tal der Krusau zu erhalten und zu entwickeln.

Treppen für die Fische
Bisher scheiterten wandernde Fische und Kleintiere auf ihrem Weg von der Fördemündung die Krusau hinauf bereits nach wenigen hundert Metern an den Staustufen der Kupfermühle und der Mühle in Kruså. Seit April 2006 ist der "Wasserweg" zu den Quellen der Krusau wieder frei und durchgängig: Eine Zick-Zack-Fischtreppe nach dänischem Modell - übrigens die erste und bisher einzige Fischtreppe dieser Art in Deutschland - führt um die Krusau-Mühle herum über einen wieder hergestellten Umlauf in den Krusauer Mühlensee und weiter Richtung Niehuus…

Sauberes Wasser und robuste Rasenmäher
Die Wasserqualität durch verringerte Nährstoffeinträge zu verbessern war ein wichtiges Entwicklungsziel. Der Ankauf landwirtschaftlicher Flächen, ihre extensive Beweidung und ein verändertes Wassermanagement sollen helfen, weniger Schad- und Nährstoffe in den Niehuuser See und in die

Krusau einzutragen. Fleischrinder der Rasse Limousin halten die Flächen offen. Sie kommen mit dem weniger gehaltvollen Futter der extensiven Weiden aus. Gleichzeitig freuen sich pflanzliche "Hungerkünstler" wie das Hasenohr, aber auch Nässespezialisten wie die Sumpfdotterblume.
 

Rote Quellen
An vielen Stellen im Talraum der Krusau tritt unter Druck stehendes Grundwasser aus. Nicht nur die sagenumwobene Abrahamsquelle auf dänischer Seite, auch in den Waldstücken westlich des Niehuuser Sees sprudeln noch naturnahe Quellen und ihre Quellbäche. Bachtypischer Insekten(-larven), die an starke Strömung angepasst sind und teilweise sogar Hang-Quellmoore mit seltenen Seggenarten wie der Wunder-Segge sind hier anzutreffen. Übrigens: Rostrote Ablagerungen im Quellbereich weisen auf den Eisengehalt des Wassers hin (Eisenocker).

 

Alte und neue Wanderwege
Zahlreiche Wanderwege und Sträßchen führen auf deutscher und dänischer Seite durchs Gelände. Die beiden am Projekt beteiligten Gemeinden Bov (DK) und Harrislee (D) schufen zwei neue Wege, am Karlsberg und bei Burg Niehuus, und verbinden jetzt bestehende Wanderrouten über die Grenze hinweg. Je nach Lust und Laune können sich die Wanderer dabei in Naturschutz, Geologie und Geschichte fortbilden oder diverse Naturerlebnisspiele ausprobieren. Im Erholungswald Kluesries gibt es sogar Picknickplätze und Grillmöglichkeiten. Guten Appetit!

 
 
Informationen: Krusau Tunneltal

Lage
Das Krusau Tunneltal erstreckt sich von Padborg bis zur Flensburger Förde.

Internet
www.krusau-tunneltal.de

Ansprechpartner
Gemeinde Harrislee, Süderstraße 101, Rathaus, 24955 Harrislee, 0461-7060 ;
Verkehrsverein für Flensburg und Umgebung e.V., Speicherlinie 40, 24937 Flensburg, 0461-9090920;
Touristikverband Flensburger Außenförde / Ostsee e.V., Süderende 1, 24977 Langballig, 04636 - 8836;
Kruså Turistbureau, Flensborgvej 11, DK-6340 Kruså, 0045(0)74672171

EMail-Adresse
  • info@gemeinde-harrislee.de
  • info@flensburg-tourist.de
  • turist@visitkrusaa.dk


  • Träger
    Unter der Trägerschaft von Sønderjylland Amt und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein waren beiderseits der Grenze weitere sechs Akteure am der Umsetzung des EU-Projektes beteiligt. Gastronomie
    vor Ort

    Anfahrt per PKW oder sonstige Anfahrtsmöglichkeiten
    Es gibt viele Möglichkeiten in das Gebiet zu gelangen. Auf deutscher Seite zum Beispiel über den Ochsenweg, der mit dem Auto über die A7/ E45 (Abfahrt Harrislee) zu erreichen ist. Direkt hinter dem Grenzübergang Harisslee/Padborg beginnt das Projektgebiet. Einfacher ist der Zugang von dänischer Seite an den Mühlensee über die E45 (Abfahrt Krusau in Richtung Grenzübergang Kupfermühle).

    Parkplätze
    vor Ort

    Öffnungszeiten
    jederzeit zugänglich

    Eintritt / Kosten
    frei

    Zeitfaktor
    Tagesaufenthalt gut möglich

    Sehenswertes in der näheren Umgebung
    das ehemalige Gefangenenlager mit seinen 6 Museen Frøslev-Lager in Padborg
    (http://www.bovnettet.dk/sw989.asp)

    Besondere Hinweise
    An zentralen Stellen stehen Tafeln mit Informationen zum Gebiet, selbstverständlich in Deutsch und Dänisch. Als Begleiter beim Spaziergang durchs Tal liegen hier Faltblätter mit Übersichtkarte aus. Auf kulturhistorische, geologische oder biologische Besonderheiten machen unterwegs kleine Info-Schilder aufmerksam.

    Führungen
    Es werden geführte Touren veranstaltet, unter den angegebenen Links finden Sie mehr Information sowie aktuelle Termine: Terminkalender "Was ist los im Stiftungslandland":
    http://www.sn-sh.de/index.php?set_language=de&cccpage=Natur_Erleben_Termine
    http://www.naturnet.dk
    http://www.kulturnaut.dk
    Denken Sie an Ihren Pass!

    Tipps
    Museen:
    Museum Kupfermühle (Gegenstände, historische Dokumente und Bilder aus der fast 400jährigen Geschichte der Kupfermühle), Kupfermühle 14, 24955 Harrislee, Tel. 0461 - 7935,
    http://www.museen-sh.de/inst.php?inst=52
    Bov Museum "Oldemorstoft" (Landwirtschafts- und Heimatmuseum, große Sonderausstellung mit Künstlerpuppen und altem Spielzeug), Bovvej 2, DK - 6330 Padborg, Tel. 0045 (0) 74 67 51 50,
    http://www.bovmuseum.dk

    Besonderheiten
    Verhaltensregeln zum Betreten des Gebietes
    Bitte beachten Sie folgende Regeln:
    Verlassen Sie die Wege nicht.
    Betreten Sie den Wald nur zwischen Sonnenauf- und -untergang
    Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine

    In Dänemark gelten abweichend folgende Regeln:
    Das Betreten des Waldes abseits der Wege ist nur im Staatsforst erlaubt. Auf übrigen, nicht eingezäunten Privatflächen, ausgenommen landwirtschaftlichen Nutzflächen, ist das Betreten von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang (von November bis Februar von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) erlaubt. Beim Aufenthalt im Wald oder anderen Gebieten ist ein Mindestabstand von 150 Metern zu Wohnhäusern einzuhalten.
    <br>